Reisebericht 2012

Einleitung

Dieses Jahr hatte ich was ganz neues im Sinn. Nach gründlicher Überlegung beschloss ich, mit dem Rucksack durch Guatemala, Honduras und Belize zu reisen.

Die Reise wollte ich ohne genaue Ziele unternehmen. Auf ein Fortbewegungsmittel legte ich mich nicht fest. Ich war für alles offen. Ob mit dem Bus, einem Schnellboot, dem Taxi oder per Anhalter war mir egal. Als Zeitfenster hatte ich drei Wochen.


Unterkünfte

Vielen stellt sich die Frage, wo man während einer nicht durchgeplanten Reise unterkommt. Oft fällt die Wahl einer Unterkunft auf den Zeitpunkt der Ankunft in einer neuen Stadt. Meist spät abends, stark übermüdet und dazu in gefährlichen Gegenden. In diesen Situation greift man gerne zum nächsten Hotel. Meine Unterkünfte waren oft Ungeziefer verseucht, dreckig, und entsprachen meist nicht dem gewohnten Standard. Nachts wurde ich Zeuge von Schießereien, die Hitze war drückend und im Zimmer stank es nach Feuchtigkeit.


Anreise

Meine erste Destination sollte die kleine Halbinsel Livingston in Guatemala sein.

Die Anreise begann mit dem Flugzeug. Von Hamburg ging es nach Amsterdam, von dort nach Panama und von Panama nach Guatemala City. Als ich mitten in der Nacht ankam, schlief ich erst mal bis zum nächsten Morgen bei einem Bekannten. Seine Wohnung liegt etwas außerhalb der Stadt, ca. eine Stunde Fahrzeit vom Flughafen. Am nächsten Morgen brachte er mich zu einem der Zahlreichen Busterminals. Dort kaufte ich ein Ticket nach Puerto Barrios. Puerto Barrios ist eine Hafenstadt an der Karibikküste Guatemalas. Die Fahrt dauerte ungefähr 6 Stunden und führte mich durch zahlreiche Gebirge. Bei der ersten Pause merkte man das es wesentlich wärmer geworden war. An der Küste herrschen tropische Temperaturen.

Als ich abends in Puerto Barrios ankam nahm ich ein Taxi zum Hafen. Dort angekommen fragte ich einen der Kapitäne wo ich eine Fähre nach Livingston nehmen könne. Er bot mir an, mich für wenige Quetzales (Währung in Guatemala) nach Livingston zu fahren. Livingston trägt bei den Einheimische Namen wie z.B little Jamaika. Die Bevölkerung ist hier zu 90% dunkelhäutig, auf den Straßen läuft Reggaemusik und jeder kann die unbekanntesten Songs von Bob Marley mitsingen.

Nach einer Stunde auf dem Schnellbot erreichten wir den kleinen Anleger von Livingston. Dort suchte ich mir ein billiges Hotel und genoss das erste Mal, wirklich angekommen zu sein.


Fortsetzung folgt...